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(Erlebnisbericht von
unserem Angelfreund Hans Jürgen aus Burgwindheim.)
Gestern, Samstag, 16.07.11 war ich wieder einmal im Fichtelgebirge zum
Fliegenfischen. Zum ersten mal in der Strecke (Sächsische Saale) des
Fischereivereins Weißdorf. Trotz hochsommerlicher Temperaturen, klarem
Wasser und niedrigem Wasserstand konnte ich 4 Bachforellen, 1 Äsche sowie
mehrere Rotaugen überlisten. Selbst mein Begleiter, der erst vor wenigen
Wochen mit dem Fliegenfischen anfing hatte Erfolg und fing mehrere
Bachforellen und Rotaugen. Es war ein wunderschöner Tag, herrliches Wetter
und man konnte sowohl auf Nymphen als auch auf Trockenfliegen Bisse
verzeichnen. Alles in allem ein Gewässer, das mich mit Sicherheit
wiedersehen wird. Von mir ein Kompliment an den Verein für die hervorragende
Bewirtschaftung dieses Gewässers.

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Saale bei Weißdorf |
Faszination Fliegenfischen
Fliegenfischen, eine Leidenschaft.
Hat sie einen erst einmal gepackt, ist man
für immer und ewig ein Gefangener dieser. Aber was ist eigentlich an dieser
Art zu Fischen so faszinierend.
Ist es die Nähe zur Natur, die Spannung die jedes mal herrscht wenn ich
einer ausgemachten Forelle die Fliege präsentiere, oder ist es einfach nur
die unglaublich große Vielfalt, die dieses einmalig faszinierende Hobby mit
sich bringt.
Warum Fliegenfischen?
Wenn wir einmal den Speiseplan einer
Forelle anschauen, dann stellen wir fest, dass die Nahrung der Forellen und
Äschen zu 30% aus Fluginsekten aller Art, und zu 70% derer im
Nymphenstadium, oder als Aufsteiger (Emerger) besteht.
Was unsere Passion so einzigartig macht ist der Umstand, wie ich den Köder
„in dem Fall die Fliege“ zum Fisch bringe. Ich verwende dabei keinerlei
Zusatzgewicht wie das sonst bei der üblichen Angelei mit Schwimmer oder Blei
der Fall ist.
Beim Fliegenfischen dient die Flugschnur als Gewicht das ich benötige um
eine Fliege überhaupt zu transportieren. Es bedarf natürlich schon ein
bisschen Übung um die Abläufe der doch so zahlreichen und komplexen
Wurfsequenzen mit der Fliegenrute zu beherrschen.
Die Kunst des Fliegenwerfens zu erlernen ist eigentlich nicht sonderlich
schwer. Es sollte nur darauf geachtet werden, das sich anfangs keine Fehler
in den einzelnen Wurfsequenzen einschleichen, denn sind sie einmal mit
einstudiert, sind sie schwer wieder zu beseitigen.
Ein guter Werfer genießt die Angelei mit der Fliege in vollen Zügen, denn er
kann sich voll und ganz dem Wesentlichen, dem Fliegenfischen widmen und muss
sich dabei nicht ständig mit irgendwelchen Strömungen oder nicht
erreichbaren Distanzen herumärgern. Er meistert durch verschiedene
Wurfvarianten oder Trickwürfe jede Situation und steigert letztendlich die
Effizienz dieser Angelei erheblich.
Beim Fliegenfischen ist es natürlich auch von Vorteil über Grundkenntnisse
in der Insektenwelt bescheid zu wissen, denn schließlich sollte man ja
wissen was man ans Vorfach bindet.
Fliegenbinden:
Jeder angehende Fliegenfischer wird
sich über kurz oder lang mit dem Gedanken befassen, seine Imitationen selbst
zu binden. Dieses 2.Hobby bereitet sehr viel Spaß und gehört eigentlich zum
Fliegenfischen wie das Salz in der Suppe. Das heißt, den Bindeprofis fleißig
über die Schulter schauen. Noch besser lernt man das Fliegenbinden in einem
Bindekurs in geselliger Runde.
Das Binden eigener Kreationen, und die Suche nach neuen, immer noch besseren
Mustern, machen dieses Hobby so richtig spannend. Es wird zur Leidenschaft
die sich auf Dauer auch auszahlt.
Und überhaupt, was gibt es schöneres, als eine Forelle in herrlicher
Umgebung, glasklarem Wasser, und dann noch mit einer selbst gebundenen
Fliege zu überlisten.
Petri Heil |