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                                                    Fischereiverein Weißdorf 1969 e.V.    

                                                                                                              

                                                                                                                       

 Fliegenfischen im Fichtelgebirge. Sächsische Saale bei Weißdorf.

 

(Erlebnisbericht von unserem Angelfreund Hans Jürgen aus Burgwindheim.)

Gestern, Samstag, 16.07.11 war ich wieder einmal im Fichtelgebirge zum Fliegenfischen. Zum ersten mal in der Strecke (Sächsische Saale) des Fischereivereins Weißdorf. Trotz hochsommerlicher Temperaturen, klarem Wasser und niedrigem Wasserstand konnte ich 4 Bachforellen, 1 Äsche sowie mehrere Rotaugen überlisten. Selbst mein Begleiter, der erst vor wenigen Wochen mit dem Fliegenfischen anfing hatte Erfolg und fing mehrere Bachforellen und Rotaugen. Es war ein wunderschöner Tag, herrliches Wetter und man konnte sowohl auf Nymphen als auch auf Trockenfliegen Bisse verzeichnen. Alles in allem ein Gewässer, das mich mit Sicherheit wiedersehen wird. Von mir ein Kompliment an den Verein für die hervorragende Bewirtschaftung dieses Gewässers.

 

 

 

           Saale bei Weißdorf     

Faszination Fliegenfischen

Fliegenfischen, eine Leidenschaft.
Hat sie einen erst einmal gepackt, ist man für immer und ewig ein Gefangener dieser. Aber was ist eigentlich an dieser Art zu Fischen so faszinierend.
Ist es die Nähe zur Natur, die Spannung die jedes mal herrscht wenn ich einer ausgemachten Forelle die Fliege präsentiere, oder ist es einfach nur die unglaublich große Vielfalt, die dieses einmalig faszinierende Hobby mit sich bringt.

Warum Fliegenfischen?
Wenn wir einmal den Speiseplan einer Forelle anschauen, dann stellen wir fest, dass die Nahrung der Forellen und Äschen zu 30% aus Fluginsekten aller Art, und zu 70% derer im Nymphenstadium, oder als Aufsteiger (Emerger) besteht.
Was unsere Passion so einzigartig macht ist der Umstand, wie ich den Köder „in dem Fall die Fliege“ zum Fisch bringe. Ich verwende dabei keinerlei Zusatzgewicht wie das sonst bei der üblichen Angelei mit Schwimmer oder Blei der Fall ist.
Beim Fliegenfischen dient die Flugschnur als Gewicht das ich benötige um eine Fliege überhaupt zu transportieren. Es bedarf natürlich schon ein bisschen Übung um die Abläufe der doch so zahlreichen und komplexen Wurfsequenzen mit der Fliegenrute zu beherrschen.
Die Kunst des Fliegenwerfens zu erlernen ist eigentlich nicht sonderlich schwer. Es sollte nur darauf geachtet werden, das sich  anfangs keine Fehler in den einzelnen Wurfsequenzen einschleichen, denn sind sie einmal mit einstudiert, sind sie schwer wieder zu beseitigen.
Ein guter Werfer genießt die Angelei mit der Fliege in vollen Zügen, denn er kann sich voll und ganz dem Wesentlichen, dem Fliegenfischen widmen und muss sich dabei nicht ständig mit irgendwelchen Strömungen oder nicht erreichbaren Distanzen herumärgern. Er meistert durch verschiedene Wurfvarianten oder Trickwürfe jede Situation und steigert letztendlich die Effizienz dieser Angelei erheblich.
Beim Fliegenfischen ist es natürlich auch von Vorteil über Grundkenntnisse in der Insektenwelt bescheid zu wissen, denn schließlich sollte man ja wissen was man ans Vorfach bindet.

Fliegenbinden:
Jeder angehende Fliegenfischer wird sich über kurz oder lang mit dem Gedanken befassen, seine Imitationen selbst zu binden. Dieses 2.Hobby bereitet sehr viel Spaß und gehört eigentlich zum Fliegenfischen wie das Salz in der Suppe. Das heißt, den Bindeprofis fleißig über die Schulter schauen. Noch besser lernt man das Fliegenbinden in einem Bindekurs in geselliger Runde.
Das Binden eigener Kreationen, und die Suche nach neuen, immer noch besseren Mustern, machen dieses Hobby so richtig spannend. Es wird zur Leidenschaft die sich auf Dauer auch auszahlt.
Und überhaupt, was gibt es schöneres, als eine Forelle in herrlicher Umgebung, glasklarem Wasser, und dann noch mit einer selbst gebundenen Fliege zu überlisten.

                                              

 Petri Heil

                                                                                                       

 

 

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